Über die vier großen kanarischen Inseln mit dem Fahrrad: Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa lassen sich dank des guten Fährnetzes problemlos miteinander verbinden. Jede Insel bringt dabei ihren ganz eigenen Charakter mit, der sich bestens mit dem Rad erkunden läßt. Auf viel Wind und steile Anstiege muß man sich allerdings einstellen.
Text und Bild von Markus Remscheid
Illustrationen von Johannes Reinhart
Etappe 1: Arrecife airport – Caleta de Farmara · Distance: 25 km · Vertical gain: 286 m
Etappe 2: Caleta de Farmara – Playa Blanca · Distance: 69 km · Vertical gain: 943 m
Das die kanarischen Inseln vulkanischen Ursprungs sind, spürt man auf Lanzarote am deutlichsten. Hier dominieren mondähnliche Landschaften, schwarze Lavafelder und steinige Strände. Lanzarote ist relativ flach, so das man auf dem Fahrrad gut vorankommt. Vorausgesetzt man hat den Passatwind im Rücken, der meist aus nordöstlicher Richtung weht.
Fuerteventura präsentiert sich zumeist ziemlich karg. Wüstenähnliche Landschaften und braune Farbtöne bestimmen das Bild. Blühende Farbtupfer, z.B. zu sehen im hübschen Örtchen Betancuria, heben sich da besonders ab.
Gran Canaria ist vielleicht die landschaftlich vielfältigste Insel der Kanaren. Raue Küstenlandschaften, üppige Wälder und bizarre Felsformationen gibt es zu bestaunen. Allerdings eignet sich die Insel nur für Radfahrer ohne Angst vor steilen Rampen.
Die müssen z.B. auch auf der Etappe zum Pico de las Nieves bezwungen werden. Dafür belohnen spektakuläre Ausblicke die Anstrengungen.
Perfekter Panoramablick vom Pico de las Nieves bis nach Teneriffa. Man sieht sogar den Pico del Teide, wie er in der Ferne die Wolkendecke überragt
Etappe 6: Santa Cruz – Parador Hotel Parque Nacional del Teide · Distance: 70 km · Vertical gain: 2.701 m
Etappe 7: Parador Hotel – Las Americas · Distance: 46 km · Vertical gain: 251 m
Ein kurzer Clip vom Aufstieg von Santa Cruz zum Parador Hotel auf dem El Teide. Während des langen Anstiegs gab es alle Jahreszeiten zu erleben. Hitze, Hagelsturm, Regen und frühlingshafte Temperaturen, alles war dabei.
Teneriffa wird landschaftlich geprägt durch einen mächtigen Vulkan in der Mitte der Insel – den Pico del Teide. Mit 3.715 m ist er der höchste Berg Spaniens. Mit dem Fahrrad erreichbar ist ein Hochplateau, das auf ca. 2.100 m Höhe liegt. Startet man von Meereshöhe, kann man sich auf einen langen Anstieg gefasst machen. Die Steigungen überschreiten dabei aber selten die 6 % Marke.
Auf der letzten Etappe vom El Teide zur Südwestküste Teneriffas geht es zum Glück nur noch bergab. Hier heißt es dann Abschied nehmen von den Kanaren.